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Name: Aris

Titel: Die Verlassene

Rang: Wanderer

Geschlecht:

Alter: ca. 3 Monate




Familie:

Vater: Veno (verschollen)
Mutter: Sari (&dagger
Geschwister: Shen ♂ (&dagger, Soji ♂ (&dagger und Vren ♂ (&dagger
Gefährte/in: -
Welpen: -




Aussehen:



Schulterhöhe: 31 cm
Körperlänge (ohne Rute): 35 cm
Gewicht: 2,3 kg
Fellfarbe und -musterung: braun, ihre rechte Vorderpfote ist schneeweiß
Augenfarbe: blau
Körperbau: zierlich und dünn, unterernährt
Besonderheiten: -




Charakter:

Charakterbeschreibung: Ari ist ein sehr ängstlicher und scheuer Welpe, was wohl an ihren bisherigen Erfahrungen liegt. Wenn sie allerdings Vertrauen fasst, blüht sie richtig auf und tollt gerne herum. Sie ist sehr verschmust und liebt eigentlich das Rumtollen und Spielen mit anderen, sie vermisst es regelrecht, denkt ununterbrochen an ihre toten Brüder und Mutter. Was sie nicht schlafen lässt ist die Angst vor dem Geschehenen, sie ist alleine, fühlt sich momentan sehr einsam, verlassen und verletzt.

Stärken:
- gutes Einschätzungsvermögen
- wachsam
- wachsender Beschützerinstinkt

Schwächen:
-nicht sehr kräftig
- vielleicht etwas zu vorsichtig
- ziemlich anhänglich

Vorlieben: leckere Beeren

Abneigungen: sie ist sehr ängstlich und misstrauisch schwarzen Wölfen gegenüber

Besonderheiten: /




Charakterzitat: Ich bin geboren, ich lebe und irgendwann ... werde ich sterben.




Vorgeschichte:

Es war Nacht im tiefen Dickicht eines Fichtenwaldes. Für Sari, die junge Fähe war es ein unbekanntes Territorium, nicht ihr Revier und das wusste sie genau. Für eine Wölfin ist es ungewohnt mit nur einem Welpen in der Schnauze zu reisen, sie aber tat es und das aus gutem Grund. Als Aris das Licht der Welt erblickte war sie nicht alleine, sie hatte drei Geschwister, drei Brüder um genau zu sein: Shen, Soji und Vren. Die Freude über das Familienglück wart aber nicht lange, als eines Morgens die Fähe zur Futtersuche die geschützte Höhle verlassen musste. Lange Zeit war sie in ihrem Bau, das verlassene Heim eines Großdachses, die Welpen kamen zu früh auf die Welt und das Rudel konnte nicht warten, da sie gejagt wurden. Die Sippe war nicht weit entfernt, doch die werdende Mutter brauchte Ruhe und vor allem Sicherheit. Jeden Abend kam Veno, der Gefährte von Sari und der Vater von den Welpen, um nach dem Rechten zu sehen und seiner Gefährtin Fressen zu bringen, bis eines Tages niemand mehr vorbei kam. Es mussten knappe drei Tage gewesen sein, die Fähe wartete mit knurrendem Magen auf ihr Futter, auf Veno, sie konnte ihre Neugeborenen nicht alleine lassen, doch er kam nicht, niemand kam, wurde sie vergessen oder gar zum Tode verurteilt da sie unmöglich mit vier kleinen, wenige Tage alten Welpen mit konnte?

An jenen Morgen konnte Sari nicht mehr warten, ihr Magen knurrte vor Hunger und sie wusste, dass wenn sie nicht bald etwas jagen würde, würden auch ihre Jungen sterben, ohne Futter keine Milch und die Kleinen hatten großen Hunger, sie wimmerten, jammerten fürchterlich und wenn die Fähe nicht reagierte, dann würden ihre Welpen keine Chance haben und die Gefahr dass Feinde durch das Jaulen angelockt würden war groß, zu groß. Sie lief los, jagen und das mit Erfolg. Sie verschlang ihr Abendmahl mit Genuss und Freude, sie gab wieder Milch, doch die Angst um ihre Jungen blieb und ... die Sehnsucht und Einsamkeit alleine auf sich selbst gestellt zu sein.

Die Wölfin war unruhig, sie war noch nie gern allein und nun auch noch mit ihren Jungen, ohne den Schutz ihres Rudels und auf der Flucht, aber sie musste durchhalten, die Hoffnung, dass eines Tages Veno zurück kehren würde war die Kraft der Fähe. Wochen vergingen ohne das etwas passierte, zum Glück. Sari war immer vorsichtig wenn es um ihre Jungen ging, doch mit der Angst im Nacken wollte sie nicht weiterleben, es musste etwas geschehen, sie ging auf die Suche, in der Hoffnung nach einem neuen Rudel.

Sari leckte liebevoll über das Fell ihrer Welpen, es sollte der letzte Streifzug sein vor der großen Reise. Die Nacht war ruhig, sie verabschiedete sich von Shen, Soji, Vren und Aris mit dem Ausdruck in ihren Augen, dass sie ihr nicht folgen dürfen. Die Kleinen wussten, dass wenn ihre Mutter aus dem Bau geht, sie ruhig und brav warten sollten, bis Sari wiederkam um dann zu fressen. Aris wurde als einziges Weibchen gerne von ihren größeren Brüdern geärgert, sie warf sich stets immer auf den Rücken und zeigte ihren Brüdern ihren Hals, ein Zeichen der Unterwürfigkeit, da sie genau wusste, dass sie eh keine Chance gegen sie hätte, da sie viel kleiner und zierlicher war als ihre Brüder.

Ari hatte schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr auf die Spielerein und tapste langsam Richtung Ausgang. Soji schnappte nach ihrem Schwanz und zog leicht daran, doch seine Schwester wollte nicht schon wieder das in ihren Augen ungerechte Spiel spielen, diesmal nicht! Es war dunkel draußen, sie horchte in die Nacht ... nichts, vereinzelte Grillen zirpten, es war wie immer ... dachte sie.

Etwas Abseits vom Bau war ein Gebüsch mit saftigen Beeren, Ari mochte sie, sie waren lecker und etwas kosten schadet nicht. Plötzlich wurde die Kleine von lautem Geschrei unterbrochen, war das Vren?! Es hörte sich anders als sonst an, seine Schreie waren schrill und voller Angst, noch nie hatte Ari ihren Bruder so erlebt, sie beeilte sich und als sie an den Bau zurück kehrte sah sie etwas, was sie nie in ihrem Leben vergessen sollte: zwei stattliche Wölfe in den besten Jahren hatten ihre Brüder aufgespürt, sie waren pech schwarz und stämmig ... und voller Hass! Ari konnte sich vor Schreck nicht bewegen, sie blieb wie angewurzelt stehen, als sie sah, wie die Wölfe Shen und Soji zerfleischten. Es war ein aussichtsloser Kampf, Vren lag blutüberströmt vorm Bau, bewegte sich nicht mehr. Ihre beiden Brüder warfen sich auf den Rücken, sie waren doch noch so jung und unerfahren, anstatt ihre Unterwürfigkeit anzunehmen bissen sie sofort ihre Kehlen durch und genossen sichtlich ihr Tun und das klägliche Jammern und Winseln der Welpen.

Irgendetwas packte Ari in den Nacken, sie verlor den Boden unter ihren Füßen, war es nun soweit? Würde sie das gleiche Schicksal ihrer geliebten Brüder haben und sterben? Ari roch etwas Vertrautes, sie schwieg, obwohl sie lieber voller Freude ihre Mutter begrüßt hätte, denn sie war es. Sari musste das Schreien ihrer sterbenden Welpen gehört haben und ihr war klar, dass es nur einen Ausweg gab: Flucht!

Sari lief die ganze Nacht in der Dunkelheit umher, es war nicht ihr Revier und die Angreifer schienen nicht erfreut über den Anblick einer kleinen Familie gewesen zu sein. Mit ihrer Tochter im Maul lief sie orientierungslos weiter, sie hatte kein Zuhause mehr. Aris konnte sich nicht erinnern wie lange ihre Mutter durch den Wald streifte, die Müdigkeit überfiel sie und sie schlief, geplagt von den schrecklichen Bildern.

Als Aris ihre Augen öffnete, fand sie sich im hohen Gras wieder, alleine. Wo war ihre Mutter? Lebte sie noch? Panik machte sich in der kleinen Wölfin breit, nach kurzer Zeit wurde Zweifel draus. Lange wartete sie auf die Rückkehr ihrer Mutter, doch ohne Erfolg. Vorsichtig tapste die Kleine los, völlig irritiert und verwirrt: Wo ist sie? Wie soll es mit ihr weiter gehen? Nach einer knappen halben Stunde Herumirrens fuhr ihr plötzlich ein bekannter Geruch in ihre Nase: Sari! Sie lief freudig los und quiekte vergnügt als sie ihre Mutter auf dem Boden liegen sah, sie war bestimmt müde vom langen Laufen. Aris sprang auf ihren Rücken, jaulte aufgeregt, biss ihrer Mutter spielerisch auffordernd ins Ohr, aufstehen! Doch die Fähe rührte sich nicht ... es war die Erschöpfung, die sie zu Boden zwang, ihr Herz hatte einfach aufgehört zu schlagen. Aris brauchte eine Zeit bis sie verstand, dass sich ihre Mutter nicht mehr rühren konnte, sie jaulte und stuppste sie immer wieder mit ihrer Schnauze an, vergebens.

Aris wusste, dass sie nicht lange bei ihr verweilen durfte, es hätte irgendwelche Feinde angelockt und außerdem war sie hungrig, sehr hungrig. Das, was sie von ihrer Familie gelernt hatte, setzte sie nun um, vorsichtig und total ängstlich bewegt sie sich fort, jammernd und voller Trauer, auf der Suche nach etwas Fressbaren ...




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